Goldlegierungen, Feingehalt und Karat
Reines Gold ist intensiv gelb und vergleichsweise weich. Für dauerhaft tragbare Ringe wird es mit anderen Metallen legiert. Dadurch verändern sich Farbe, Härte, Verarbeitung und Feingoldanteil.
Was 585 oder 750 bedeutet
Die Angabe bezeichnet den Feingoldanteil in Tausendteilen. 750er Gold enthält 750 von 1.000 Gewichtsteilen Gold – also 75 Prozent. Die übrigen Bestandteile bestimmen gemeinsam mit dem Gold die Eigenschaften der Legierung.
Die Bezeichnung Karat teilt den Goldanteil in 24 Teile. 18 Karat entsprechen 750er Gold, 14 Karat ungefähr 585er Gold.

Gold ist nicht gleich Gold
58,5 % Feingold
entspricht etwa 14 Karat
75 % Feingold
entspricht 18 Karat
90 % Feingold
entspricht 21,6 Karat
91,7 % Feingold
entspricht etwa 22 Karat
Die Umrechnung erfolgt mit 24 × Feingoldanteil. Deshalb entsprechen 900/1000 genau 21,6 Karat; 20 Karat wären rund 833/1000.
Von sattgelb bis Haselnuss
Gelbgold
Die warme Goldfarbe wird durch die Zusammensetzung der Zusatzmetalle gesteuert. Ein höherer Feingoldanteil wirkt meist satter gelb.
Rosé- und Rotgold
Ein höherer Kupferanteil verschiebt die Farbe von zartem Rosé bis zu deutlich warmem Rot.
Haselnussgold 750
Die MVH-Legierung verbindet 75 Prozent Feingold mit einer zurückhaltenden, warmen Braun-Gold-Nuance. Sie wirkt weniger gelb als klassisches Gelbgold und ruhiger als Rotgold.
Platin und Palladium
Platin 960
Platin ist von Natur aus hell, sehr dicht und dadurch bei gleichem Volumen deutlich schwerer als Gold oder Palladium. Bei MVH wird unter anderem Platin 960 verarbeitet: 96 Prozent des Legierungsgewichts bestehen aus Platin.
Palladium 500 und 960
Palladium gehört wie Platin zur Gruppe der Platinmetalle. Es ist ebenfalls natürlich hell, aber leichter und etwas dunkler im Farbton. Je nach Gestaltung und Herstellungsweg verarbeitet MVH unterschiedliche Palladiumlegierungen.
Die Legierung ist eine Gestaltungsentscheidung
Farbe, Ringform, Oberfläche und Alltag sollten gemeinsam betrachtet werden.
